Kindernothilfe Schweiz. Kindern Zukunft schenken.

Katastrophenhilfe – Wir sind da, wenn das Unvorstellbare passiert

Ob Taifun, Erdbeben, Tsunami, Dürre, Überschwemmung oder Bürgerkrieg - Katastrophen und Konflikte zerstören in kurzer Zeit, was Menschen über Generationen aufgebaut haben. Und treffen Kinder und ihre Familie meist am schlimmsten. Hier heisst es, schnell vor Ort zu sein und den Betroffenen Unterstützung zu bieten. Akute Not zu lindern ist aber nur der erste Schritt unserer Humanitären Hilfe. Wir ermöglichen den Menschen, dass sie die Not nachhaltig überwinden, Zerstörtes wieder aufbauen und neuen Krisen vorbeugen können.

Humanitäre Hilfe muss professionell organisiert werden, um etwas zu bewirken. Deshalb basiert die Katastrophenhilfe der Kindernothilfe auf international anerkannten Handlungsempfehlungen wie dem Code of Conduct, den die Föderation des Internationalen Roten Kreuz und der Rote Halbmond mit führenden internationalen Nichtregierungsorganisationen 1994 aufgestellt haben.

Oberstes Ziel unserer Humanitären Einsätze sind Überleben und Schutz von Kindern und Jugendlichen. Denn sie leiden oft am meisten unter Katastrophen und brauchen entsprechend auch besondere Unterstützung. Oft sind die Erwachsenen so damit beschäftigt, das Überleben der Familie zu sichern, dass sie wenig Zeit haben, um sich um die seelischen Verletzungen der Kinder zu kümmern. Diese können die traumatischen Erlebnisse am ehesten verarbeiten, wenn sie möglichst schnell zu einem vertrauten Tagesablauf zurückkehren.

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Hilfsgüterverteilung nach Taifun Rai auf den Philippinen (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Hilfsgüterverteilung nach Taifun Rai auf den Philippinen (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Kinderbetreuung nach dem Erdbeben in Haiti (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Soforthilfe in Haiti (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Hilfsgüterverteilung nach Taifun Rai auf den Philippinen (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Hilfsgüterverteilung nach Taifun Rai auf den Philippinen (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Kinderbetreuung nach dem Erdbeben in Haiti (Foto: Kindernothilfe-Partner)
Soforthilfe in Haiti (Foto: Kindernothilfe-Partner)

Humanitäre Hilfe im Detail:

Erste Hilfe

Die Soforthilfe läuft so schnell wie möglich nach einer Katastrophe an. Die Betroffenen bekommen medizinische Hilfe, Lebensmittel, Kleidung, Notunterkünfte und alles, was sie zum Überleben benötigen.

Wir achten dabei vor allem auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und darauf, dass die Hilfe auch bei ihnen ankommt. Etwa bei der Nahrung: Während Erwachsene längere Zeit unbeschadet mit Reis und Wasser überleben können, brauchen Kinder hochenergetische Nahrung, um solche Notsituationen ohne langfristige Gesundheitsschäden zu überstehen. Um Kindern die bestmögliche Hilfe während und nach Katastrophen zu gewährleisten, richten wir so schnell wie möglich Kinderzentren ein: Das sind speziell geschaffene Räume – häufig innerhalb von Notunterkünften –, in denen Kinder Schutz, Essen, Unterricht, Spielmöglichkeiten und medizinische sowie psychologische Betreuung bekommen.

Wiederaufbau

Nach Katastrophen unterstützen wir den Wiederaufbau von Gebäuden – vor allem von Kindertagesstätten und Schulen. Je schneller die Kinder wieder die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen, desto schneller haben sie die Chance, wieder ein geregeltes Leben zu führen und eine bessere Zukunft aufzubauen. Unsere Wiederaufbau-Massnahmen geschehen in enger Absprache und Planung mit den staatlichen Behörden des betroffenen Landes und unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung.

Lokale Partner vor Ort

Auch im Katastrophenfall arbeitet die Kindernothilfe mit erfahrenen lokalen Partnerorganisationen zusammen. Sie kennen Kultur und Menschen genau, wissen, welche besonderen Probleme und Bedürfnisse es gibt. Und: Die einheimischen Organisationen sind langfristig vor Ort, auch wenn die Krise wieder aus dem Blick der Weltöffentlichkeit geraten ist. Die Nähe der Partner zu den Menschen im Katastrophengebiet schafft Vertrauen.

Kinderzentren: Oasen im Chaos

Bei unserer Hilfe in Katastropheneinsätzen stehen Kinder im Zentrum. Ihr Überleben und Schutz ist unser oberstes Ziel bei unserer Humanitären Arbeit. Unser wichtigstes Werkzeug für diese Arbeit sind Kinderzentren. Es sind Oasen im Chaos. In denen finden Kinder Schutz, Essen, Unterricht und medizinische sowie psychologische Betreuung –und können einfach wieder Kind sein.

Wie die Kinderzentren im Einzelnen aussehen, richtet sich nach den jeweiligen Bedürfnissen, die sich aus der Nachkatastrophensituation ergeben. Sowohl die Bauart als auch Programmangebote können sehr unterschiedlich sein. Beides plant die Kindernothilfe in enger Abstimmung mit ihren lokalen Partnern. Manchmal reichen schon einfachste Mittel, um ein wirksames Kinderzentrum einzurichten: Als in Haiti unmittelbar nach dem Erdbeben 2010 keine Baustoffe verfügbar waren, legten unsere Projektpartner Plastikplanen zwischen den Bäumen aus. Inmitten des Chaos signalisierte der Ort feste Strukturen und gab Platz zum Spielen.

So wie die Baustruktur der Kinderzentren können auch die Programmangebote variieren. Sie reichen von offenen Spiel-und Lernangeboten über kindgerechte Ernährung und Gesundheitsuntersuchungen bis zu Trauma-Arbeit wie etwa Verhaltensbeobachtung, Gesprächsgruppen und psychosoziale Betreuung.

Mit dem Aufbau von Kinderzentren beginnen wir so früh wie möglich. Die Arbeit führen wir so lange weiter, bis sich die Lage wieder normalisiert hat, etwa, bis die Schulen wieder geöffnet haben. Dieser Zeitraum kann manchmal sechs Monate oder sogar ein Jahr betragen. Da die von der Kindernothilfe unterstützten Kinderzentren von lokalen Organisationen betrieben werden, ist es uns möglich über längere Zeiträume die Arbeit in den Kinderzentren aufrechtzuerhalten

Prävention und Nachhaltigkeit

Bereits während der akuten Krisenbewältigung treffen wir notwendige Vorbereitungen für spätere nachhaltige Entwicklungsprojekte. Denn die Betroffenen sollen so schnell wie möglich wieder selbstständig werden, anstatt langfristig von externer Hilfe abhängig zu sein. Dazu unterstützen wir sie etwa dabei, ihre Ernährungs- und Existenzsicherung wieder selbst in die Hand zu nehmen. Und wir fördern den Aufbau von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, die die Menschen und ihre Gemeinden eigenständig tragen können. Die Hilfe zu einer solchen Entwicklung ist zugleich eine wichtige Katastrophenvorsorge. Denn sie verbessern die Lebensbedingungen der Bevölkerung insgesamt und bereiten die Menschen so gut wie möglich auf eventuelle neue Katastrophen vor.

Eine Notfallpatenschaft hilft schnell und effizient

Kinder bei der Gesundheitserziehung in einem Kindergarten in Chimbalu. (Quelle: Jakob Studnar)

Mit nur 10 CHF pro Monat ermöglichen Sie schnelle und unbürokratische Hilfe für Kinder im Katastrophenfall. So helfen Sie Kindern und ihren Familien rasch mit sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln, Nahrungsmitteln oder medizinischer Versorgung.
Notfallpate werden

Mit Ihrer Spende geben Sie Kindern Sicherheit im Chaos

Im Folgenden haben Sie die Möglichkeit, eine einmalige Spende für unsere Projektarbeit zu tätigen. Wir sorgen dafür, dass in gefährdeten Regionen präventiv Massnahmen ergriffen werden und in Katastrophensituationen schnell Hilfe geleistet werden kann.

46 CHF
helfen, ein traumatisiertes Kind einen Monat lang medizinisch und psychologisch zu betreuen.
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80 CHF
ermöglichen Spiel- und Lernmaterial für 10 Kindergartenkinder.
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reichen aus, um drei Erzieher für einen Kindergarten in einem Flüchtlingscamp zu bezahlen.
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